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animation:erste_schritte

Animation Workbench - Erste Schritte

Für eine Animation braucht man zunächst animierbare Objekte, das sind ganz gewöhnliche FreeCAD-Objekte, bei denen man das Placement ändern kann, also Standard Parts, Bool'sche Verbindungen von Objekten.

Objekte aus PartDesign sind nur indirekt ansprechbar. Hier ist das animierbare Objekt immer die Basis-Skizze.

Vorgehensweise

  1. Zu animierende Objekte bereitstellen
  2. Animationswerkzeuge bereitstellen
  3. Animationswerkzeuge konfigurieren
  4. Animation starten
  5. Animatiosnergebnis nachbearbeiten

Animationswerkzeuge bereitstellen und konfigurieren

Zunächst braucht man ein Objekt, welches die Animation durchführt. Das ist der Manager. Man erzeugt es über die Symbolleiste oder aus dem Menü im aktiven Dokument. Der Erste Manager heißt My_Manager. Es ist möglich, auch mehrere Manager zu haben. Das braucht man, wenn man für sein Werkstück verschiedene Abläufe animieren möchte und alle Animationen zusammen mit dem Bauteil in einer Datei speichern möchte.

Der Manager hat zwei wichtige Parameter: Die Nummer des ersten Frames, bei dem er seine Arbeit beginnt. Und die Anzahl der Frames, die er animiert. Jedes Frame ist eine einzeln berechnete Ansicht. Viele Frames können als Bilder exportiert und dann zu einem Film zusammengesetzt werden.

Standartmäßig berechnet der Manager 10 Frames. Das geht bei einfachen Animationen so schnell, dass man eigentlich gar keine Bewegung sehen kann. Im Nu ist die Endposition erreicht.

Deshalb gibt es einen Entschleuniger, das Tranquillizer Objekt. Man erzeugt ein solches Objekt z.B. über das Schneckensymbol. Damit der Entschleuniger wirken kann, muss er in der Baum-Ansicht in den Manager hinein gezogen werden können.

Der Manager verarbeitet nur diejenigen Objekten, die zu ihm gehören.

Der Tranquillizer hat einen wichtigen Parameter - seine Ruhezeit. Stellt man time auf 1, gönnt sich der Manager bei jedem Frame eine Sekunde Pause. Auch wennn jetzt noch nichts animiert wird, kann man die Schritte im Ausgabefenster verfolgen.

Auf diese Weise kann man also eine Zeitlupenanimation bekommen. Der vorgeschlagene Wert ist 0,02 Sekunden. Das wären 50 Frames pro Sekunde, wenn die Berechnung eines Frames weniger als eine Hundertstel Sekunde dauert.

Der Rotator dient zum Drehen eines Objektes. Damit er arbeitet, muss er wieder in den Manager gezogen werden. obj2 ist das zu rotierende Objekt. Bei start stellt man den Frame ein, bei dem die Rotation beginnen soll und duration ist die Gesamtlaufzeit in Frames, bei dem der Drehwinkel angle einmal komplett abgearbeitet wird.

Normalerweise wird die Startzeit für den Rotierer nach der Startzeit des Managers liegen und die Endzeit ebenfalls vor dem Ende der Arbeit des Managers, so dass die Drehung vollständig ausgeführt wird.

In der einfachsten Version erfolgt eine volle 360 Grad Drehung um die z-Achse. Relative Drehungen braucht man erst bei zusammengesetzten Bewegungen: Ein rollendes Rad bewegt sich linear vorwärts und dreht sich um seine Körperachse. Wie das geht, wird später woanders beschrieben.

Stellt man den Manager auf 250 Frames und den Rotator start auf 25 und die Laufzeit auf 200, hat man bereits eine kleine Animation.

Animation starten

Man kann den/einen Manager auswählen und mit dem Marionetten Symbol starten.

Man kann aber auch durch einen Doppelklick auf den Manager den Start Dialog öffnen. Das hat den Vorteil, das eine laufende Animation mit der Stop Taste abgebrochen werden kann, wenn man merkt, dass irgend etwas unerwartet läuft.

Animationen laufen normalerweise als Transaktionen, so dass mit Bearbeiten Rückgängig alle Objekte wieder auf die Ausgangsposition gesetzt werden können.

Animationsergebnis nachbearbeiten

Um aus der Animation einen Film zu machen braucht man den Photographen. Die Parametergruppe Output regelt die Erzeugung der Frame-Bilder. fn ist der Anfang der Namen der Bilddateien. Das Verzeichnis für die Bilddateien muss vorhanden und für den FreeCAD Nutzer beschreibbar sein. Wenn man camDirection auf View einstellt, wird die aktuelle Sicht für die Bilder verwendet. Bei den anderen Sichten zeigt die Kamera genau auf den Koordinatenursprung und camHeight regelt den Zoom.

Die erzeugten Bilder kann man nach Ablauf der Animation zu einem Film zusammensetzen. Auf Ubuntu funktioniert mit der Grundeinstellung zum Beispiel folgendes Kommando als Makro, welches die Bilder zusammensetzt und den Videobetrachter startet.

os.system("
         rm -f /tmp/animation.mp4;
         avconv -f image2 \
             -i /tmp/animation/t%4d.png \
             -vcodec libx264 /tmp/animation.mp4 \
             2>/tmp/log.2 1>/tmp/log.1;
         totem /tmp/animation.mp4 &
")

Möchte man Animationselemente deaktivieren, reicht es, sie im Objektbaum auszublenden. So kann man mehrere Komponenten Rotator, Mover einzeln nacheinander testen.

Zweiter Schritt: Verschieben und Drehen

animation/erste_schritte.txt · Last modified: 2016/05/11 10:47 by freek